Die Spermienqualität bemisst sich nach der Menge, der Beweglichkeit, der Form und der Vitalität der Samenzellen. Das heißt: für den Befruchtungsvorgang müssen genügend überlebensfähige, bewegliche und normal geformte Samenzellen in der Samenflüssigkeit vorhanden sein. Bestehen Zweifel an der Spermienqualität, kann diese durch eine mikroskopische Untersuchung in einem Labor beurteilt werden. Die Werte werden in einem Spermiogramm dokumentiert. Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hat im Jahr 1993 Richtlinien für ein Spermiogramm erstellt.
Die folgende Tabelle zeigt Werte bei normaler Spermienqualität:
Normalwerte
Spermavolumen | 2 - 5 ml |
Spermienzahl | 20 Mio./ml oder mehr |
Beweglichkeit | mehr als 50% |
Schnelle Beweglichkeit | mehr als 25% |
Häufig gestellte Fragen
Schadet es der Fruchtbarkeit, wenn eine Frau jahrelang die Pille einnimmt?
Auch nach längerer Einnahme kann sich nach dem Absetzen der Pille problemlos eine Schwangerschaft einstellen. Es gibt jedoch Frauen, bei denen es bis zu einem halben Jahr dauert, bis sich ihr Hormonhaushalt umgestellt und ihr Monatszyklus soweit eingependelt hat, dass der Eisprung wieder regelmäßig stattfindet.
Können Frauen in den Wechseljahren noch schwanger werden?
Die Chance in den Wechseljahren schwanger zu werden, ist gering. Aber erst nach der Menopause, das heißt, wenn die Monatsblutung ein Jahr oder länger ausgeblieben ist, kann die Frau sicher davon ausgehen, dass eine Schwangerschaft nicht mehr möglich ist.
Wie häufig sollte man Sex haben, wenn ein Kind geplant ist?
Viele Ärztinnen und Ärzte empfehlen, im Zeitraum des Eisprungs der Frau ungefähr alle zwei Tage Geschlechtsverkehr zu haben.
Bei sehr häufigem Verkehr wird die Spermienkonzentration im Samenerguss geringer, und damit sinken die Chancen einer Befruchtung. Bei zu seltenem Verkehr kann es sein, dass man den Eisprung verpasst.
Ein Paar sollte sich jedoch nicht unter ″Zeugungsdruck″ setzen: Sex nur nach Kalender kann leicht zu Stress und Lustlosigkeit führen. Sexuelle Störungen und Probleme in der Partnerschaft können die Folge sein.
Stimmt es, dass Männer durch das Tragen enger Hosen unfruchtbar werden können?
Die Zeugungsfähigkeit eines Mannes kann durch Überhitzung, aber auch durch Unterkühlung der Hoden leiden. Die optimale Temperatur für die Spermienbildung ist etwa 35ºC – so warm ist es im außerhalb des Körpers hängenden Hodensack. Aus diesem Grund wird Männern mit Kinderwunsch häufig geraten, keine sehr engen Hosen (oder Unterhosen) zu tragen, die den Hodensack an den Körper drücken und dadurch die Hoden überwärmen können. Es gibt jedoch bisher keine Studien, die einen solchen Zusammenhang wissenschaftlich eindeutig belegen.

