. .

Die Fruchtbarkeit stärken

Paar macht Picknick, Mann gibt Frau Trauben © Images/Picturenet

Die meisten werdenden Eltern bemühen sich, in der Schwangerschaft gesünder zu leben. Was viele nicht wissen: Bereits die Ei- und Samenzellen ″mögen″ es lieber gesund. Man kann einiges tun, um die eigene Fruchtbarkeit zu erhalten und zu stärken.


Das Wohlbefinden ist wichtig

Äußere Einflüsse wie zuviel Stress, übermäßige körperliche Anstrengung und auch eine sehr ungesunde Ernährung können das sensible Gleichgewicht der Sexualhormone stören und die Fruchtbarkeit mindern.

Die Fortpflanzungsfähigkeit lässt sich stärken, indem dem Körper und der Seele ganz einfach Gutes getan wird. Dazu gehören insbesondere eine vitaminreiche Ernährung, genügend Schlaf, ausreichend Bewegung beziehungsweise moderater Sport.

Am wichtigsten ist es jedoch, sich Genussfähigkeit und Freude am Leben zu erhalten. Auch lustvoller Sex gehört dazu, nicht nur weil die Unterleibsorgane gut durchblutet werden, sondern auch weil Fortpflanzung beiden Partnern Spaß machen soll.

Mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgen

Eine gesunde Ernährung unterstützt den Körper und seine Funktionen, indem sie ihn mit lebensnotwendigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt. Vitaminreich sind naturbelassene Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Milch- und Vollkornprodukte. Weniger gehaltvoll sind industriell verarbeitete Produkte wie zum Beispiel Konserven.

Außerdem hilft eine ausgewogene Ernährung bei der Versorgung mit dem Vitamin Folsäure. Studien zeigen die Wichtigkeit von Folsäure zur Vorbeugung eines ″offenen Rückens″, dem so genannten Neuralrohrdefekt, beim ungeborenen Kind. Ratsam ist es, bereits vor der Schwangerschaft mit der Einnahme von Folsäure zu beginnen, damit das Ungeborene schon in der frühen Schwangerschaft optimal mit Folsäure versorgt ist. Am besten sollte mit der Einnahme von Folsäure schon vor Eintreten einer Schwangerschaft begonnen werden.

Gegen Röteln schützen

Eine Ansteckung mit Röteln in der Schwangerschaft kann das Ungeborene schwer schädigen. Deshalb ist es für eine Frau mit Kinderwunsch ratsam, durch eine Blutuntersuchung feststellen zu lassen, ob sie gegen Röteln immun ist. Anderenfalls sollte sie sich zur Sicherheit vor dem Eintritt einer Schwangerschaft gegen Röteln impfen lassen.

Aktiv werden und Stress gegensteuern

Im Lauf des Lebens verändert sich die Fruchtbarkeit von Frau und Mann. Je nach Situation können sich fruchtbare und unfruchtbare Zeiten abwechseln. Dabei handelt es sich nicht immer um einen dauerhaften Zustand oder eine Erkrankung.

Eine verminderte Fruchtbarkeit kann auch durch momentane Belastungen oder eine ungesunde Lebensweise entstehen. Dies kann individuell ganz unterschiedlich sein, denn jeder Mensch reagiert auf äußere Lebensumstände anders. Nicht immer lassen sich ungünstige Bedingungen ausschalten, aber man kann selbst einiges tun, um die Fruchtbarkeit zu erhalten und zu stärken. Bewusste Arbeitspausen und das Erlernen von Entspannungstechniken können zum Beispiel dabei helfen, Arbeitsstress und andere Belastungen besser zu bewältigen.

weiterführende Informationen

Publikationen zum Thema

Barbara Ehret, Mirjam Roepke-Buncsak
München 2008 | Preis: 21,95 €

Häufig gestellte Fragen

Schadet es der Fruchtbarkeit, wenn eine Frau jahrelang die Pille einnimmt?

Auch nach längerer Einnahme kann sich nach dem Absetzen der Pille problemlos eine Schwangerschaft einstellen. Es gibt jedoch Frauen, bei denen es bis zu einem halben Jahr dauert, bis sich ihr Hormonhaushalt umgestellt und ihr Monatszyklus soweit eingependelt hat, dass der Eisprung wieder regelmäßig stattfindet.

Können Frauen in den Wechseljahren noch schwanger werden?

Die Chance in den Wechseljahren schwanger zu werden, ist gering. Aber erst nach der Menopause, das heißt, wenn die Monatsblutung ein Jahr oder länger ausgeblieben ist, kann die Frau sicher davon ausgehen, dass eine Schwangerschaft nicht mehr möglich ist.



Wie häufig sollte man Sex haben, wenn ein Kind geplant ist?

Viele Ärztinnen und Ärzte empfehlen, im Zeitraum des Eisprungs der Frau ungefähr alle zwei Tage Geschlechtsverkehr zu haben.

Bei sehr häufigem Verkehr wird die Spermienkonzentration im Samenerguss geringer, und damit sinken die Chancen einer Befruchtung. Bei zu seltenem Verkehr kann es sein, dass man den Eisprung verpasst.

Ein Paar sollte sich jedoch nicht unter ″Zeugungsdruck″ setzen: Sex nur nach Kalender kann leicht zu Stress und Lustlosigkeit führen. Sexuelle Störungen und Probleme in der Partnerschaft können die Folge sein.

Kann ein Genitalpiercing negative Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit haben?

Durch Piercings können sich an Penis, Klitoris oder Schamlippen Infektionen entwickeln. Sie können dann „aufsteigen“ und andere, bei der Frau vor allem innere Geschlechtsorgane befallen. Dies kann in seltenen Fällen zu Unfruchtbarkeit führen, zum Beispiel wenn Entzündungen nicht rechtzeitig und konsequent behandelt werden.

Piercings bedeuten immer ein gewisses Risiko. Es kann zu Blutungen, Infektionen, Allergien, Rissen oder anderen Verletzungen kommen. Ein Piercing am Penis kann Nerven, größere Blutgefäße und auch die Harnröhre verletzen. Wer an Diabetes erkrankt ist oder wessen Abwehrkräfte wegen anderer Krankheiten geschwächt sind (Hepatitis, HIV-Infektion etc.), hat ein erhöhtes Risiko, dass ein Piercing zu Komplikationen führt. Da der Trend zu Piercings relativ neu ist, gibt es erst wenige wissenschaftliche Erkenntnisse zu möglichen Folgeschäden.

Gewebeverletzungen und Infektionen werden hauptsächlich durch mangelnde Erfahrung des Piercers, unhygienische Bedingungen und fehlende oder nicht sachgemäße Nachsorge verursacht. Wer sich zu einem Piercing entschließt, sollte deshalb das Piercingstudio sehr sorgfältig auswählen. Wichtig ist, den Körper danach gut zu beobachten und bei Anzeichen für eine Komplikation, zum Beispiel bei Nachblutungen und Entzündungen, rechtzeitig medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Stimmt es, dass Männer durch das Tragen enger Hosen unfruchtbar werden können?

Die Zeugungsfähigkeit eines Mannes kann durch Überhitzung, aber auch durch Unterkühlung der Hoden leiden. Die optimale Temperatur für die Spermienbildung ist etwa 35ºC – so warm ist es im außerhalb des Körpers hängenden Hodensack. Aus diesem Grund wird Männern mit Kinderwunsch häufig geraten, keine sehr engen Hosen (oder Unterhosen) zu tragen, die den Hodensack an den Körper drücken und dadurch die Hoden überwärmen können. Es gibt jedoch bisher keine Studien, die einen solchen Zusammenhang wissenschaftlich eindeutig belegen.

Lesen Sie auch...

Rat & Tat: Nichtraucherschutz am Arbeitsplatz

Die gesundheitlichen Gefahren durch Rauchen sind bekannt, aber nicht nur eigener Nikotinkonsum, auch das Passivrauchen gefährdet die Gesundheit. Nicht überall ist ein Rauchverbot durchsetzbar, aber gerade am Arbeitsplatz haben Nichtraucherinnen und Nichtraucher starke Rechte. mehr...


Messung der Spermienqualität

Die Zeugungsfähigkeit eines Mannes ist im Allgemeinen keine Frage seiner Potenz, sondern davon abhängig, ob seine Spermien eine Eizelle befruchten können. Man kann die Spermienqualität ganz einfach untersuchen lassen. mehr...


 
1099