Störungen der Fruchtbarkeit können viele Ursachen haben. In manchen Fällen müssen aufwändige, kostenintensive Untersuchungen vorgenommen werden, um die Ursache heraus zu finden.
Die Kosten für die Untersuchungen zur Klärung der Ursache von Fruchtbarkeitsstörungen werden nach wie vor in voller Höhe von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Zu den angewandten Untersuchungsmethoden zählen unter anderem Hormonbestimmungen, Ultraschalluntersuchungen, die Eileiterabklärung und das Spermiogramm. Die Regelung gilt auch für nicht verheiratete Frauen und Männer.
Die Kosten für die Therapie hingegen werden nicht oder nur zum Teil von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Ob die Kosten einer Therapie getragen werden, ist an bestimmte Voraussetzungen gebunden.
Weiterführende Informationen
- Deutsches IVF-Register
Das Deutsche IVF-Register erhebt zum Zweck der Qualitätssicherung seit 1992 Daten aus dem Bereich der Reproduktionsmedizin. Neben fachlichen Informationen bietet die Seite unter der Rubrik "Zentren" eine umfangreiche Liste von Kliniken und Praxen in Deutschland, die im Bereich der Reproduktionsmedizin tätig sind. Weiterführende Links verweisen auf die jeweiligen Informationsangebote der Einrichtungen im Internet. (Recherchedatum: 27.10.2011)
- Richtlinien des gemeinsamen Bundesausschusses über ärztliche Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung
Der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) ist ein Gremium der gemeinsamen Selbstverwaltung von Ärztinnen und Ärzten, Krankenkassen und Krankenhäusern. Seine Aufgabe ist es zu konkretisieren, welche ambulanten oder stationären medizinischen Leistungen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sind und somit zum Leistungskatalog der Gesetzlichen Krankenversicherung gehören. Auf dieser Seite können die Richtlinien des Ausschusses über ärztliche Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung als PDF-Dokument heruntergeladen werden. (Recherchedatum: 04.11.2011)
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Häufig gestellte Fragen
Ich muss meinen Samen untersuchen lassen - was kommt dabei auf mich zu?
Um die Fruchtbarkeit seines Spermas untersuchen zu lassen, muss der Mann eine Probe davon abgeben. Dazu befriedigt er sich selbst und fängt die Samenflüssigkeit (Ejakulat) in einem Behältnis auf. In der Regel haben urologische, andrologische und Kinderwunschpraxen für diesen Zweck einen ansprechend gestalteten Raum.
Für die Angestellten in der Praxis ist dieser Vorgang Routine. Männern fällt es dennoch manchmal schwer, in den Räumen einer Praxis oder einer Klinik zu masturbieren. Die meisten Labors sind in diesen Fällen einverstanden, wenn eine Samenprobe von zu Hause in die Praxis mitgebracht wird - vorausgesetzt, der Anfahrtsweg ist nicht zu lang.
Das Ejakulat muss frisch sein und in einem ganz sauberen Behälter transportiert werden. Hitze, Kälte und Sonnenlicht schaden dem Sperma. Die Einzelheiten des Transports werden mit der jeweiligen Praxis besprochen.
Stimmt es, dass oft bei beiden Partnern eine Fruchtbarkeitsstörung gefunden wird?
Fruchtbarkeitsstörungen können beide Geschlechter betreffen. Die Ursachen für ungewollte Kinderlosigkeit sind bei Mann und Frau beinahe gleich verteilt. Bei 20 bis 30 Prozent der Paare mit unerfülltem Kinderwunsch lässt sich sowohl bei der Frau als auch beim Mann eine eingeschränkte Fruchtbarkeit feststellen.
Es ist deshalb Standard, beide Partner zu untersuchen, wenn die erhoffte Schwangerschaft ausbleibt. Bevor eine Frau körperlich belastende diagnostische Verfahren, wie zum Beispiel Untersuchungen ihrer Eileiter, vornehmen lässt, sollte ihr Partner die Befruchtungsfähigkeit seiner Spermien prüfen lassen.
In etwa 10 bis 15 Prozent der Fälle lassen sich trotz sorgfältiger medizinischer Diagnostik keine Ursachen für das Ausbleiben der Schwangerschaft finden.

