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Wahl der Verhütungsmethode

Paar liegt Barfuß im Gras © Michael Keller/CORBIS

Leider gibt es keine Verhütungsmethode, die man rundum optimal nennen könnte, denn: Empfängnisschutz hat viele Bedingungen zu erfüllen. Es gibt jedoch eine ganze Reihe unterschiedlicher Verhütungsmethoden, und immer noch wird intensiv an neuen, noch besseren Methoden gearbeitet.


Das ideale Verhütungsmittel wäre absolut sicher und zuverlässig, dabei frei von Nebenwirkungen, leicht wieder abzusetzen und hätte keine bleibenden Auswirkungen auf die Fruchtbarkeit. Es wäre für Frauen wie Männer gleichermaßen anwendbar, preiswert, einfach zu handhaben und würde beim Geschlechtsverkehr nicht stören. Und schließlich könnte es von Menschen unterschiedlicher Kulturen und Religionen akzeptiert werden.

Das sind viele Ansprüche auf einmal! Ob sie alle irgendwann erfüllt werden können, ist nicht sicher. Immerhin: Die Forschung arbeitet ständig weiter an Verbesserungen und neuen Methoden. Die zur Verfügung stehenden Mittel sind heute schon sehr vielfältig, und für fast jeden Menschen lässt sich eine persönlich passende Möglichkeit der Empfängnisverhütung finden.

Welche Methode eignet sich in welcher Situation?

Bei der Auswahl und Anwendung eines Verhütungsmittels sind vor allem folgende Kriterien wichtig:

  • die Sicherheit des Empfängnisschutzes,
  • der Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten und HIV / Aids,
  • allgemeine gesundheitliche Aspekte,
  • die Lebenssituation und das Alter seiner Anwender,
  • die Art ihrer Paarbeziehung,
  • die Einstellung zum eigenen Körper und
  • das Bedürfnis nach Spontaneität beim Sex.

Viele Menschen wechseln die Verhütungsmethode im Laufe ihres Lebens, weil sich ihre Bedürfnisse oder ihre Lebenssituation verändert haben. Die Umstellung erfordert meist, sich auf neue Gewohnheiten einzulassen – zum Beispiel, wenn ein hormonelles Verhütungsmittel nicht mehr infrage kommt. Studien zeigen, dass ein Wechsel der Verhütungsmethode ein erhöhtes Risiko für eine ungewollte Schwangerschaft mit sich bringt. Deshalb sind Aufmerksamkeit und Vorsicht bei einer Umstellung besonders wichtig.

Hormonell, chemisch oder natürlich?

Die verfügbaren Verhütungsmethoden werden in verschiedene Kategorien unterteilt: Es gibt hormonelle und chemische Mittel, Barrieremethoden, die natürliche Empfängnisverhütung und andere mehr. Jede dieser Methoden hat ihre Vor- und Nachteile. Je mehr man über die biologischen Vorgänge im Körper der Frau und des Mannes weiß, umso besser versteht man, wie die verschiedenen Verhütungsmethoden funktionieren, wie sicher sie sind und ob sie zu den eigenen Bedürfnissen passen.

Ärztinnen und Ärzte können bei der Wahl einer geeigneten Verhütungsmethode ebenso behilflich sein wie Beraterinnen und Berater in Beratungsstellen. Junge Frauen unter 18 Jahren, die eine ärztliche Beratung zur Verhütung in Anspruch nehmen möchten, müssen dafür keine Praxisgebühr zahlen.

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Publikationen zum Thema

Barbara Ehret, Mirjam Roepke-Buncsak
München 2008 | Preis: 21,95 €

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