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Saunagänge gelten als gesund: Sie sollen eine reinigende Wirkung haben und die Abwehrkräfte stärken. Wer das Saunieren gut verträgt, kann es auch in der Schwangerschaft genießen. Für Schwangere ist es jedoch besonders wichtig, dabei auf ihren Kreislauf zu achten, denn er ist durch Hormonumstellungen und das Gewicht des Ungeborenen ohnehin stärker belastet als sonst. Vor allem wenn man nur gelegentlich in die Sauna geht und die Hitze nicht gewohnt ist, ist es deshalb besser, auf den unteren Bänken Platz zu nehmen, wo es nicht so heiß ist. Saunazentren haben in der Regel neben den 90°C-Saunen auch solche mit Temperaturen von 50 bis 60 Grad. Diese sind für Schwangere verträglicher.
Etwas Vorsicht ist auch bei Dampfbädern nötig: Sie sind zwar weniger heiß als Saunakabinen; durch die hohe Luftfeuchtigkeit belastet ein Dampfbad den Kreislauf aber stärker als die trockene Hitze in der Sauna.
Nach der Sauna oder dem Dampfbad ist es wichtig, viel zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust durch das Schwitzen auszugleichen.
Auf die Signale des Körpers achten
Allzu große Hitze ist nicht nur für den Kreislauf schädlich: Steigt die Körperkerntemperatur zu stark an, kann das dem Kind schaden. Denn das Ungeborene ist noch nicht fähig, die Körpertemperatur selbst zu regulieren. Deshalb sollte beispielsweise auch bei einem Vollbad die Badetemperatur nicht über 39 Grad liegen. Allerdings sind die meisten Schwangeren ohnehin sehr temperaturempfindlich und merken schnell, wann ihnen die Hitze zu viel wird. Wer auf die Signale des Körpers achtet und zu hohe Temperaturen meidet, ist auf der sicheren Seite.
UV-Strahlen: Vorsicht in der Schwangerschaft
Braune Haut gilt als schön und als Zeichen von Gesundheit. Viele Menschen gehen deshalb regelmäßig ins Solarium. Grundsätzlich erhöht aber jedes Sonnenbad – ob unter freiem Himmel oder im Sonnenstudio – das Risiko, später an Hautkrebs zu erkranken. Je früher und häufiger ein Mensch intensiver UV-Bestrahlung ausgesetzt war, desto höher ist sein Hautkrebsrisiko. Für Jugendliche unter 18 Jahren sind Solariumsbesuche deshalb seit 2009 verboten. Menschen mit heller Haut oder vielen Pigmentmalen sollten besonders vorsichtig sein. Auch wenn man schon viele Sonnenbrände gehabt hat oder es in der Familie schon Hautkrebsfälle gab, ist das persönliche Risiko erhöht.
In der Schwangerschaft reagiert die Haut durch den Einfluss der Hormone noch empfindlicher auf ultraviolette Strahlen. Bei Schwangeren treten häufiger Hautreizungen, Sonnenallergien oder Pigmentflecken auf, besonders im Gesicht und im Bereich von Leberflecken und Brustwarzen.
Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Studien darüber, ob und in welcher Dosis die UV-Strahlen für das Ungeborene gefährlich werden können. Es gibt aber Vermutungen, dass UV-Strahlung zum Abbau von Folsäure beiträgt. Folsäure ist besonders in den ersten Wochen der Schwangerschaft für die Entwicklung von Rückenmark, Gehirn und Nervenzellen des Embryos und für die Blutbildung der Mutter wichtig. Bis die Forschung gesicherte Kenntnisse hat, ist es vernünftiger, auf den Solariumsbesuch zumindest in der Frühschwangerschaft zu verzichten.
Nur wenige Sonnenstudios sind qualitätsgesichert
Nicht jenes Sonnenstudio hält, was es verspricht. In vielen sind die Ausstattung, die Hygiene und die Beratung über Strahlungsrisiken mangelhaft. Die wenigsten Studios erfüllen derzeit die erforderlichen Qualitätsstandards.
Wer nicht auf den Solariumsbesuch verzichten will, sollte bei der Wahl des Sonnenstudios darauf achten, dass eine qualifizierte Beratung angeboten und der Besonnungsplan auf die Schwangerschaft abgestimmt wird. Eine vorherige ärztliche Beratung ist in jedem Fall sinnvoll.
Häufig gestellte Fragen
Deckt eine vegetarische Ernährung den Nährstoffbedarf für Mutter und Kind?
Eine vielseitige vegetarische Ernährung, die Milch, Milchprodukte und Eier enthält, deckt in der Regel den Nährstoff- und Vitaminbedarf ebenso wie eine Ernährung mit Fleisch.
Vegetarierinnen sollten aber darauf achten, dass sie trotz der vegetarischen Ernährung ausreichend Eisen, B-Vitamine und Eiweiß zu sich nehmen. Falls das nicht sichergestellt ist, empfiehlt es sich, zusätzliche Vitamine und gegebenenfalls Eisenpräparate einzunehmen.
Vegetarierinnen sollten sich im Zweifel mit ihrer Ärztin, ihrem Arzt oder einer Ernährungsberaterin oder einem Ernährungsberater besprechen, und sich Tipps einholen, wie eine optimale Ernähung während der Schwangerschaft sichergestellt werden kann.
Wie kann ich das Risiko senken, an einer Listeriose zu erkranken?
Listeriose-Bakterien befinden sich unter anderem in Rohmilchprodukten, in rohem Fleisch, auf ungewaschenem Gemüse und sie reichern sich besonders in der Rinde von Weich- und Schimmelkäse an.
Wenn schwangere Frauen auf den Genuss von Rohmilch, Rohmilchprodukten und rohem Fleisch verzichten, die Rinde von Käse nicht mitessen, Fleisch gut durchgaren und waschen, das Obst und Gemüse sehr gründlich waschen, senken sie das ohnehin geringe Risiko, an Listeriose zu erkranken.
Darf ich während der Schwangerschaft Leber essen?
Eine Überdosierung von Vitamin A kann möglicherweise dem ungeborenen Kind schaden. Da der Gehalt an Vitamin A in der Leber sehr hoch ist, weil sich dieses Vitamin dort auch anreichert, ist es sicherer, wenn Schwangere im ersten Drittel der Schwangerschaft auf Leber verzichten. In allen anderen Lebensmitteln kommt Vitamin A nicht in großen Mengen vor, so dass bei normaler Ernährung kein Risiko einer Überdosierung besteht.
Muss ich meine Katze abschaffen, wenn ich schwanger bin?
Katzen können Überträgerinnen der Krankheit Toxoplasmose sein. Die Toxoplasmose ist normalerweise eine harmlose Infektion. Jedoch kann eine Erstinfektion während der Schwangerschaft zu schweren Schäden an Augen und Gehirn des Kindes führen.
Schwangere Katzenbesitzerinnen können zunächst anhand einer Blutuntersuchung feststellen lassen, ob sie gegen Toxoplasmose immun sind. Wenn ja, besteht keine Gefahr der erneuten Ansteckung. Hat die Schwangere keine Toxoplasmose-Antikörper im Blut, kann die Tierärztin oder der Tierarzt feststellen, ob die Katze Überträgerin der Krankheit ist.
Ist nun die Katze nicht Überträgerin von Toxoplasmose, sollte die Schwangere darauf achten, dass sie sich in der Schwangerschaft nicht ansteckt. Sie kann eine Ansteckung vermeiden, indem sie die Katze nicht aus der Wohnung lässt und ihr kein rohes Fleisch füttert.
Ist die Katze jedoch Überträgerin, dann sollte die Katzetoilette weit weg von den Wohnräumen aufgestellt und die Toilette feucht gehalten werden, so dass sie nicht staubt. Am besten ist es, den Partner oder andere Personen die Katzentoilette säubern zu lassen. Somit mindert man das Risiko, sich über die Katze mit den Erregern der Toxoplasmose anzustecken.
Wenn bestimmte Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden, ist es also nicht nötig, sich in der Schwangerschaft komplett von Katzen fernzuhalten oder das eigene Tier abzuschaffen.


