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Nicht nur eine Frage des Geschmacks
Die Entscheidung für einen Vornamen ist nicht ausschließlich Geschmackssache. Modische Trends können bei der Namenswahl ebenso eine Rolle spielen wie Familientraditionen oder die Bedeutung eines Namens. Bei allen Überlegungen zur Namensgebung darf aber eines nicht vergessen werden: Das Kind trägt seinen Vornamen ein ganzes Leben lang und sollte sich damit wohl fühlen. Besonders ausgefallene Namen können für das Kind ebenso zur Belastung werden wie solche, die schwierig auszusprechen sind.
Wer sich bei der Suche nach einem Vornamen inspirieren lassen möchte, kann zum einen auf die Namenslisten zurückgreifen, die in den Standesämtern ausliegen. Im Buchhandel sind zahlreiche Bücher über Vornamen und ihre Bedeutung erhältlich. Aber auch im Internet gibt es eine Vielzahl von Namenslisten. Vor allem finden sich dort regelmäßig aktualisierte "Hitlisten" der beliebtesten Vornamen.
Das Standesamt entscheidet mit
Gänzlich frei sind die Eltern bei der Namenswahl nicht. Das Recht der Vornamen ist in Deutschland zwar nicht gesetzlich geregelt. Es gibt aber doch einige Bestimmungen, nach denen sich die Standesämter bei der Eintragung eines Vornamens richten müssen:
- Der Vorname darf nicht beleidigend oder lächerlich sein.
- Der Vorname muss als Vorname erkennbar sein; deshalb sind Nachnamen oder Sachbezeichnungen unzulässig. Umstritten sind Ortsnamen, weil sie in vielen Ländern als Vornamen gestattet sind.
- Der Vorname muss das Geschlecht des Kindes erkennen lassen. Es ist aber beispielsweise möglich, einen Jungen "Maria" zu taufen, wenn er zusätzlich einen eindeutig männlichen Vornamen erhält.
- Bei biblischen Namen gibt es Einschränkungen: "Judas" ist wegen der negativen Bedeutung des Namens nicht zugelassen. Aber auch "Jesus" – im spanischen Sprachraum ein durchaus geläufiger Vorname – wird in Deutschland nicht anerkannt.
- Ausländische Vornamen sind in Deutschland grundsätzlich zugelassen. Allerdings muss nachweisbar sein, dass es den betreffenden Namen in einem Land tatsächlich gibt und dass er dort dem Geschlecht des Kindes entspricht.
Rechtssicherheit
In vielen Fällen ist es reine Auslegungssache, ob ein Vorname den genannten Kriterien entspricht oder nicht. Allerdings muss jeder Vorname genehmigt werden. Er muss irgendwann einmal in Deutschland standesamtlich zugelassen worden sein. Im Zweifelsfall müssen die Eltern sich um den Nachweis bemühen. Wer im Vorfeld sicher gehen möchte, dass es beim Standesamt keine Schwierigkeiten mit der Eintragung des Vornamens gibt, kann sich vorab eine Bestätigung holen: Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) sowie die Namensberatungsstelle der Universität Leipzig stellen gegen eine Gebühr Bestätigungen über die Zulässigkeit von Vornamen oder auch ausführliche Gutachten aus. Auch die Standesämter selbst wenden sich in Zweifelsfällen häufig an diese Institutionen.
Weiterführende Links
- Alles über Namen
Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) in Wiesbaden ist eine politisch unabhängige Vereinigung zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache. Ein Teil der Tätigkeit besteht in der Namensberatung. Wer etwas über die Herkunft, Bedeutung und Zulässigkeit eines Namens wissen möchte, kann sich per E-Mail oder telefonisch an die GfdS wenden. Eltern können gegen Honorar ein Gutachten zu dem gewählten Namen einholen. (Recherchedatum: 11.11.2005)
Publikationen zum Thema
Häufig gestellte Fragen
Ich schlafe nachts ganz schlecht und bin dann den ganzen Tag todmüde. Was kann ich tun, um wieder besser zu schlafen?
Schlaflosigkeit ist vor allem gegen Ende der Schwangerschaft ein häufiges Problem. Die Einnahme von Beruhigungs- oder Schlafmitteln ist tabu: Die chemischen Substanzen gelangen auch in den Blutkreislauf des Ungeborenen und können ihm schaden. Eine Alternative zu Medikamenten sind Kräutertees aus Melisse, Hopfen und/oder Baldrian. Auch ein Glas warme Milch mit Honig wirkt beruhigend.
Das Schlafzimmer sollte kühl, dunkel und gut gelüftet sein. Hilfreich sind außerdem Entspannungsübungen oder ein warmes Bad vor dem Schlafengehen. Auch ist es besser, abends nur leichte Kost und zumindest ab dem Nachmittag keine koffeinhaltigen Getränke mehr zu sich nehmen. Ein häufiger Grund für Schlafstörungen sind auch die nächtlichen Kindsbewegungen. Manchmal hilft es dann, ein wenig umherzugehen, um das Kind in den Schlaf zu wiegen.
Ich muss ständig zur Toilette gehen. Kann ich etwas gegen diese Blasenschwäche tun?
Mit fortschreitender Schwangerschaft drückt das Gewicht des Kindes zunehmend auf die Blase. Dadurch verspürt die Schwangere häufiger als sonst Harndrang. Insbesondere in den letzten Schwangerschaftswochen verstärken sich diese Beschwerden, weil die Blase wegen des Platzmangels immer weniger Wasser fassen kann. Deshalb werden bei häufigerem Blasendruck zugleich geringere Mengen Wasser ausgeschieden. Hinzu kommt, dass das Schwangerschaftshormon Progesteron entspannend auf die Blasenmuskulatur wirkt, so dass es oft auch zu unfreiwilligem Harnabgang kommt. Dagegen lässt sich leider nicht viel tun. Auf keinen Fall sollte man weniger trinken, da es dann leicht zu Harnweginfektionen kommen kann. Beckenbodenübungen vom Beginn der Schwangerschaft an können einer bleibenden Blasenschwäche vorbeugen.
Helfen Dampfsitzbäder als Vorbereitung auf die Geburt?
Wissenschaftlich ist zwar nicht erwiesen, dass Dampfsitzbäder eine Hilfe bei der Vorbereitung auf die Geburt sind. Aber generell sind Dampfsitzbäder gut für das Gewebe, sie machen es geschmeidiger und weicher und können damit die Geburt erleichtern. Auch können Dampfsitzbäder möglicherweise einem Dammriss oder der Notwendigkeit eines Dammschnitts entgegenwirken. Ab der 38. Schwangerschaftswoche werden Dampfsitzbäder mit Heublumen oder Lindenblüten einmal in der Woche empfohlen. Für ein Dampfsitzbad werden die Blüten in ein Gefäß, also einer kleinen Wanne zum Beispiel, mit kochendem Wasser gegeben. Nachdem das Wasser etwas abgekühlt ist, kann man sich darüber setzen.


