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Häufig gestellte Fragen
Ich bade gern ausgiebig und möglichst warm. Können dadurch frühzeitig Wehen ausgelöst werden?
Wenn bereits vorzeitige Wehen eingesetzt haben, können sie durch ein warmes Bad tatsächlich verstärkt werden. Liegen jedoch keine Anzeichen für "echte" vorzeitige Wehen oder einen Blasensprung vor, wird ein warmes Vollbad sicherlich keine geburtsaktiven Wehen auslösen. Die so genannten Vorwehen werden durch die Entspannung im warmen Wasser sogar schwächer.
Ich habe das Gefühl, dass meine Sehkraft in der Schwangerschaft nachlässt. Ist das möglich?
Ein Nachlassen der Sehkraft in der Schwangerschaft ist keine Seltenheit. Das Schwangerschaftshormon Progesteron bewirkt eine Lockerung des Gewebes im ganzen Körper. Davon können auch die Netzhaut und die Bindehaut der Augen betroffen sein.
Gelegentlich kann es auch zu einer Hornhautverkrümmung kommen. Die damit einhergehende Sehschwäche ist jedoch meist vorübergehend, und das Auge erholt sich nach der Stillzeit wieder.
Eine weitere Ursache für das Nachlassen der Sehkraft kann Vitaminmangel sein. Schwangere haben einen erhöhten Bedarf an Vitaminen, der nicht immer über die tägliche Nahrung gedeckt werden kann. Insbesondere ein Mangel an den Vitaminen A und B2 kann zu einer Schwächung der Sehkraft führen.
Eine drastische Verschlechterung der Sehkraft oder andere Sehstörungen können allerdings auch Anzeichen für einen Diabetes, einen akuten Bluthochdruck oder eine Präeklampsie sein. Es ist deshalb in solchen Fällen sinnvoll, ärztlichen Rat einzuholen.
Ich leide besonders nachts an schmerzhaften Wadenkrämpfen. Was löst sie aus und was kann ich dagegen tun?
Als eine der Hauptursachen für Wadenkrämpfe gilt Magnesiummangel. Während der Schwangerschaft ist der Magnesiumbedarf erhöht; gleichzeitig wird durch stärkeres Schwitzen und häufigeres Wasserlassen vermehrt Magnesium ausgeschieden. Da eine ausreichende Zufuhr über die Ernährung kaum möglich ist, wird häufig die Einnahme von Magnesiumpräparaten während der gesamten Schwangerschaft empfohlen.
Weitere Ursachen für Wadenkrämpfe sind Krampfadern, Blutarmut, heißes Wetter und das Tragen von Schuhen mit hohen Absätzen. Es empfiehlt sich, flache, bequeme Schuhe zu tragen, in denen die Zehen nicht eingeengt werden. Hilfreich zur Vorbeugung ist außerdem alles, was die Durchblutung fördert: Regelmäßige Bewegung, Wechselduschen, Massagen der Wadenmuskulatur vor dem Einschlafen, eventuell auch durchblutungsfördernde Salben.
Ist der Krampf einmal da, helfen oft ein paar Tricks:
- Mit ausgestrecktem Bein die Zehen nach oben zum Körper hin ziehen und die Ferse nach unten drücken
- Aufstehen und die Fußsohlen kräftig gegen den Boden drücken, gleichzeitig die Knie beugen
- Die Waden auf eine Wärmflasche oder ein Heizkissen legen.
Ist es normal, dass in der 27. Schwangerschaftswoche schon Milch aus der Brust austritt?
Dass schon in der Schwangerschaft ein wenig Milch aus den Brüsten austritt, kommt relativ häufig vor: Die Hormone Progesteron und Östrogen sind in der Schwangerschaft dafür verantwortlich, dass das Hormon Prolaktion gebildet wird. Hauptsächlich durch dieses Hormon entwickeln sich das Drüsengewebe der Brust und die Muttermilch. Zwar wird der Milchspendereflex, das heißt, die Fähigkeit zu stillen, in der Schwangerschaft hormonell noch blockiert, trotzdem kann - von Frau zu Frau sehr unterschiedlich - in der zweiten Schwangerschaftshälfte schon Muttermilch aus den Brüsten austreten.
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Das erste Lebensjahr
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