Stillen – häufig gestellte Fragen
Kann ich nach einer Brustvergrößerung noch stillen?
Bei der Brustvergrößerung wird das Silikon-Implantat in der Regel unter das Brustdrüsengewebe gelegt. Dabei werden das Drüsengewebe und die Milchgänge normalerweise nicht beschädigt. Bei Brust-Operationen, bei denen um die Brustwarze herum geschnitten wurde, sind jedoch auch die Milchgänge betroffen. Dies beeinträchtigt die Stillfähigkeit.
Die Implantate können den Milcheinschuss erschweren, da sie den Raum für die feinen Milchkanäle und Milchbläschen verringern. Der Milcheinschuss kann deshalb auch stärker schmerzen. Um Druck aus der Brust zu nehmen, kann es helfen, das Kind von Anfang an häufig anzulegen. Ob und wie sich das Silikon der Implantate auf die Muttermilch und den gestillten Säugling auswirkt, ist bisher nicht bekannt.
Insgesamt scheinen Brustimplantate das Risiko etwas zu erhöhen, dass zu wenig Milch gebildet wird. Das Verhalten des Kindes und seine Gewichtsentwicklung sollten also gut beobachtet werden.
In der Fachliteratur gibt es Hinweise, dass Frauen nach einer Brustvergrößerung oder -verkleinerung deutlich seltener oder kürzer stillen. Dabei könnte auch die Angst eine Rolle spielen, dass sich die Form der Brust durch das Stillen wieder verändert.
Zum Stillen nach Brustoperationen gibt es bisher nur wenige wissenschaftliche Untersuchungen, deshalb sind viele Fragen offen. Für Frauen mit operierter Brust, die stillen möchten, ist es in jedem Fall empfehlenswert, sich rechtzeitig durch Stillberaterinnen, Hebammen, Ärztinnen oder Ärzte beraten zu lassen.




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