Stillen – häufig gestellte Fragen
Kann ein Brustwarzenpiercing zu Komplikationen beim Stillen führen?
Das Stillen mit einem Brustwarzenpiercing ist zwar in der Regel möglich, erfordert aber einige Vorsichtsmaßnahmen. So ist es besser, den Schmuck schon in der Schwangerschaft zu entfernen und auch während der Stillzeit auf ihn zu verzichten. Zum einen beugt dies möglichen Infektionen vor, zum anderen kann das Piercing auch schmerzen, weil die Brustwarzen in der Schwangerschaft und Stillzeit sehr empfindlich sind.
Wer den Schmuck nicht entfernen möchte, muss ihn auf alle Fälle vor dem Anlegen des Kindes herausnehmen, damit ihn das Baby nicht verschluckt oder sich verletzt. Außerdem ist eine sorgfältige Hygiene nötig, da sich durch das Aus- und Einstecken des Metalls die Gefahr für Entzündungen erhöht. Beim Anlegen und zwischen den Stillmahlzeiten kann es zum Milchaustritt aus dem Piercingloch kommen, falls beim Piercen ein Milchgang durchtrennt wurde.
Generell sind Brustpiercings nie ganz risikolos. Mögliche Komplikationen sind Verletzungen, Vernarbungen oder gar ein Verschluss der Milchdrüsengänge mit Störungen der Milchbildung. Es können bakterielle Entzündungen auftreten, die mit Antibiotika behandelt werden müssen. Die Wundheilung kann bei Komplikationen an den Brustwarzen mehrere Wochen dauern.




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