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Nach der Geburt – häufig gestellte Fragen

Warum bekommen Neugeborene häufig Gelbsucht?

Fast die Hälfte der Neugeborenen bekommt in den ersten Tagen nach der Geburt die sogenannte Neugeborenen-Gelbsucht. Sie ist eine meist harmlose Reaktion auf die Umbildung des kindlichen Blutes nach der Geburt. Die noch im Mutterleib gebildeten roten Blutkörperchen zerfallen und setzen den gelben Blutfarbstoff Bilirubin frei. Die kindliche Leber kann diesen Stoff noch nicht ausreichend zersetzen und ausscheiden, deshalb gelangt das Bilirubin in die Blutbahn und färbt vor allem die Haut und die Augen gelb-bräunlich. Die meisten betroffenen Kinder sind schläfrig und trinken wenig.  Ist die Gelbsucht nur schwach ausgeprägt, reicht es, das Kind in Fensternähe (nicht in die Sonne!) zu legen.

Ist die Gelbsucht stärker, muss das Neugeborene mit einer Fototherapie behandelt werden. Sie bewirkt, dass das Bilirubin vom Körper ausgeschieden wird, ohne die Leber zu stark zu beanspruchen. Auch Stillen fördert den Abbau von Bilirubin, indem es die Verdauung des Säuglings in Gang bringt. Das Kind scheidet schneller seinen ersten Stuhl aus, das sogenannte Kindspech oder Mekonium. In ihm ist ebenfalls Bilirubin enthalten.

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