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Humane Papillomaviren – häufig gestellte Fragen

Wie viele aller Zellveränderungen und Feigwarzen im Genitalbereich kann die HPV-Impfung verhindern?

Durch die HPV-Typen 16 und 18 werden bis zu 70 Prozent der schweren und etwa 25 Prozent der leichten Zellveränderungen am Gebärmutterhals ausgelöst, dazu etwa zwei Drittel der seltenen schweren Zellveränderungen im Bereich der Scheide und ihrer Umgebung (Vulva). Die HPV-Typen 6 und 11 verursachen etwa 90 Prozent aller Feigwarzen und einen kleinen Teil der leichten Zellveränderungen am Gebärmutterhals. In den Zulassungsstudien wurde nachgewiesen, dass die Impfung eine Infektion mit den HPV-Typen 16, 18, (bzw. auch HPV 6 und 11) zu 93 bis 100 Prozent verhindert. Diese HPV-Typen können also bei Geimpften kaum noch Zellveränderungen und Feigwarzen verursachen, wenn vor der Impfung noch keine Infektion mit diesen Virustypen bestanden hat.
Zum Teil schützt der Vierfach-Impfstoff auch vor einer Infektion durch Hochrisiko- HPV 31. Infektionen durch andere HPV-Typen und ihre Folgen kann sie nicht verhindern.

 

Außer HPV 16 und 18 gibt es noch mindestens elf weitere Hochrisiko-HPV-Typen, die zu schweren Zellveränderungen und selten auch zu Gebärmutterhalskrebs führen können. Nach einer HPV-Impfung ist eine Ansteckung mit diesen weiteren Viren und somit die Entstehung von Gebärmutterhalskrebs weiterhin möglich.
Wie viele von allen Zellveränderungen durch die Impfung verhindert werden können, ist aus den Studien nicht einfach abzulesen:
Die geimpften Frauen hatten innerhalb von drei Jahren zu 14 bis 46 Prozent (Vierfach-Impfstoff) bzw. zu 30 bis 70 Prozent (Zweifach-Impfstoff ) seltener schwere Zellveränderungen am Gebärmutterhals als die nicht geimpften. Hier wurden alle schweren Zellveränderungen erfasst, unabhängig vom auslösenden HPV-Typ.

 

Am meisten nutzte die Impfung den Frauen, bei denen vor der Impfung ein normaler Zell-Abstrich und keine HPV-Infektion gefunden wurde.
Für den Vierfach-Impfstoff zeigte sich, dass bei geimpften Frauen ein Eingriff am Muttermund zur Behandlung von schweren Zellveränderungen um 24 bis 42 Prozent seltener notwendig war als bei nicht geimpften Frauen.
Wie viele Erkrankungen an Gebärmutterhalskrebs die HPV-Impfung verhindern kann, wird erst in etwa 15-20 Jahren bekannt sein. So lange dauert es durchschnittlich, wenn sich aus einer dauerhaften HPV-Infektion Krebs entwickelt.
 

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