Beckenboden – häufig gestellte Fragen
Seit der Schwangerschaft und der Geburt muss ich viel häufiger zur Toilette. Bleibt das so?
Das muss und sollte nicht so bleiben. Im Verlauf der hormonellen Umstellungen und der Rückbildung nach der Geburt pendelt sich auch die Blasenfunktion meist wieder auf "normal" ein. Blasenkontrolle und regelmäßiges Beckenbodentraining können dabei helfen.
Zu Beginn der Schwangerschaft führen die hormonellen Veränderungen zu häufigerem Harndrang. Gegen Ende der Schwangerschaft drückt dann das Gewicht des Kindes zunehmend auf die Blase. Nach der Geburt fühlt sich der Beckenboden oft noch schwach an, deshalb gehen viele Frauen vorsorglich öfter zur Toilette als vor der Schwangerschaft.
Alle diese Faktoren können zu einer Gewöhnung führen: Die Blase macht sich dann schon bemerkbar, bevor sie gefüllt ist, und wird entsprechend häufig entleert.
Bei einer empfohlenen Trinkmenge von zwei bis drei Litern täglich ist es normal, etwa sechs- bis achtmal zur Toilette zu gehen.
Die genannten Werte sind Durchschnittswerte. Sie hängen davon ab, wie viel und was man isst und trinkt, außerdem davon, ob man viel schwitzt, ob man stillt und wie viel man schläft.
Wer deutlich häufiger zur Toilette gehen muss, kann versuchen, dem Harndrang nicht sofort nachzugeben und nur bei guter Blasenfüllung und ohne Eile zur Toilette zu gehen.
Reichlich zu trinken (Wasser, Tee, verdünnte Fruchtsäfte, Buttermilch) bewirkt, dass die Blasenschleimhaut weniger empfindlich reagiert, wenn der Urin nicht zu konzentriert ist. Wichtig ist außerdem, den Beckenboden regelmäßig zu trainieren.




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